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20.06.2009

Schmetterling aus brasilianischem Achat

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Eintrag: #090

Ein brasilianischer Achat wurde zu einem wunderschönen Ziergegenstand (in diesem Fall zu einem Schmetterling) verarbeitet.  Der Achat ist ein Halbedelstein. Äußerlich sieht er aus wie ein gewöhnlicher Stein, doch im Inneren verbirgt sich eine Welt voller Farben. Die Steine werden mit diamantbesetzten Sägen in feine Scheiben geschnitten und dann poliert. So kommen die leuchtenden Farben und das fast gläserne, kristalline Innere zur Geltung.  Hier wurde der Achat mit einer metallenen Schmetterlingsform verbunden, um einen Schmetterling darzustellen.

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Als Stütze dient ein Bergkristall, den ich selbst in Paraguay gefunden habe. Beide für mich wertvollen Erinnerungsstücke stehen auf einem in Österreich handgestrickten oder gehäkelten Deckchen.  Das ist internationale, vereinte Kunst und stellt somit eine positive, kulturelle Verbindung mehrerer Völker dar. Der Sinn für Kultur und Kunst ist im Menschen (ganz gleich in welchem Land) vorhanden. Nicht der materielle Wert des Materials, sondern die künstlerische Gestaltung eines eigentlich einfachen, günstigen Stoffes macht ein Objekt wertvoll.

Euer Don José


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25.01.2009

Geschmiedete Freude











Eintrag: #075





Die Freude am Schenken 

Jemandem etwas zu schenken ist eine wunderbare Idee.

Die Freude, die ein Geschenk auslöst, ist der schönste Lohn, den man für ein selbstgemachtes Werk erhalten kann.

Diese Freude ist geteilt – und doppelt so groß, wenn man selbst die Arbeit hineingesteckt hat.  Kleine Kunstwerke wie dieses geschmiedete Blumenkästchen sind dauerhafte Geschenke.  Wenn ich das Bild anschaue, kommen viele Erinnerungen hoch. Vielleicht sieht es eines Tages jemand, der es wiedererkennt und sich einst daran erfreut hat. Dreißig Jahre können einen Schatten über die Erinnerung legen, aber sie nicht auslöschen.

Damals ein echter Gegenstand, heute ein virtuelles Bild – doch vielleicht erfreut sich noch einmal jemand an der Ästhetik und Harmonie dieses Werkes.

Don José 

Und dir, mein Schwesterherz,

Grüße aus der Vergangenheit.  Je länger ich in der Ferne weile, desto mehr entferne ich mich von der Zukunft.

Je älter ich werde, desto tiefer reise ich in die Vergangenheit.  





Wallpaper: Geschmiedete Freude

(Einfach auf das Bild klicken, dann erscheint es in voller Größe.)

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04.01.2009

Sol de Ñanduti











Eintrag: #072



Jetzt erzähle ich dir, wie angeblich diese wunderschöne Stickkunst in Paraguay entstanden ist.

Zuerst übersetze ich dir noch das Wort „Ñanduti“: Es bedeutet auf Guaraní so viel wie „Spinnennetz“.

Und wenn du genau hinschaust – jedes Muster hat tatsächlich kreisförmige Formen, genau wie ein Spinnennetz.  Wie immer gibt es Entstehungsgeschichten, Märchen oder Sagen. Genauso ist es mit dem Ñanduti.  Vor vielen Jahrhunderten lebte in Paraguay ein junger Cacique, ein Indianerführer. Er war jung, der Stärkste und Geschickteste – deshalb hatten ihn die Älteren zu ihrem Anführer gewählt.

Dieser Jüngling im Herzen des südamerikanischen Urwalds besaß viele Tugenden, aber auch einen Fehler: Er wollte alles haben, was ihm gefiel – und das geht, wie du weißt, nicht.  In seinem Dorf lebte eine Muchacha, ein Mädchen, das ihm so sehr gefiel, dass er Tag und Nacht an sie dachte. Er hatte sich richtig verliebt und wollte sie zur Frau nehmen.

Als er sie bat, mit ihm zu gehen und sein Leben zu teilen, dachte sie eine Weile nach und stellte ihm eine Bedingung:

Wenn er ihr etwas schenkte, was noch nie ein anderes Mädchen bekommen hatte – etwas ganz Besonderes –, dann würde sie Ja sagen.  Zum ersten Mal musste er etwas geben, um das zu bekommen, was er am meisten liebte.

Traurig und voller Angst, nichts Schönes finden oder machen zu können, ging er allein tief in den Urwald.  Nach einigen Tagen sah er auf einer Lichtung einen kleinen Kobold. Der Zwerg nahm die Sonnenstrahlen, die durch das Blätterdach fielen, und webte daraus mit unglaublicher Geschwindigkeit ein wunderbares, kreisförmiges Netz aus purem Licht.

Erschöpft legte sich der Kobold danach unter einen Farn in den Schatten und schlief ein.  Leise schlich sich der Cacique heran, nahm das leuchtende Netz und lief davon. Zuerst lachte er vor Freude – doch als er sich umdrehte, löste sich das Netz in einen langen Faden auf und entschwand ihm schließlich ganz.  Da kniete er nieder, weinte und flehte die Götter an – besonders den Gott des Donners und des Blitzes, den er verehrte und fürchtete:

Er wolle nie wieder etwas nehmen, was ihm nicht gehöre, wenn sie ihm nur etwas finden ließen, das er seiner Muchacha schenken dürfe.  In diesem Augenblick kam seine alte Mutter, die ihn schon gesucht hatte. Sie war weise, noch weiser als ihr Sohn. Er erzählte ihr alles: von der Muchacha, ihrem Wunsch und wie sich sein wunderbares Geschenk in nichts aufgelöst hatte.  Da begann die alte Indianerin, sich einige ihrer silbernen Haare auszurupfen. Mit diesen silbernen Fäden knüpfte sie – genauso schnell wie der Kobold – immer größere Kreise um kleinere Kreise, bis ein zauberhaftes Geflecht entstanden war.

Als die letzten Sonnenstrahlen des Tages darauf fielen, leuchtete es in allen Farben des Regenbogens.  Mit diesem Geschenk und seiner still lächelnden Mutter an der Seite kehrte der Cacique ins Dorf zurück. Er ließ das Mädchen rufen, überreichte ihr das leuchtende Netz – und vor Freude weinend nahm sie es an und gab ihm ihr Ja-Wort.  Später lehrte die Mutter ihre Schwiegertochter das Geheimnis des Stickens – diesmal mit weniger Eile und mit Fäden aus Baumwolle.  So entstand die Kunst des Ñanduti – das Spinnennetz aus Licht und Liebe. 

Don José




Wallpaper Sol de Ñanduti 1024x768


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Arbeit in Ñanduti






Eintrag: #073



Dieses Bild zeigt kein gemaltes Bild, sondern ein gesticktes Zierdeckchen aus Ñanduti.  Du fragst dich jetzt vielleicht: Was ist oder was bedeutet „Ñanduti“?

„Ñanduti“ ist ein Wort aus dem Guaraní, der Muttersprache vieler Paraguayer. Neben Spanisch (der offiziellen Landessprache) wird Guaraní von den meisten Menschen im Alltag gesprochen. Die indigenen Gemeinschaften halten besonders treu an ihrer Sprache fest und wählen auch heute noch ihre eigenen Caciques als Führer.  Die Paraguayer – sowohl die indigenen als auch viele andere – haben ein außergewöhnliches Talent für handgemachte Arbeiten. So entstehen wunderbare Kunstgegenstände, die jedoch alle für den täglichen Gebrauch gedacht sind.

Für ein einziges Stück werden oft hunderte Stunden geduldiger Kleinarbeit investiert.  Aus vorher eingefärbten Baumwollfäden wird das feine Netz geknüpft. Ist das Werk fertig, wird es aufgespannt und mit Stärke imprägniert, damit die filigranen Muster ihre Form behalten. 

Don José  






Ein wunderbarer Wallpaper gratis

Arbeit in Ñanduti – 1024×768 – 135,1 KB


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20.07.2008

Freundschaft










Eintrag: #042



Gibt es etwas Schöneres, als gemeinsam einen Schluck Wasser zu trinken?
Nicht vor dem Tore, wie es in dem schönen Lied heißt, sondern an einem Brunnen aus Halbedelsteinen.
Dieses schöne Motiv zeigt, wie sich kleine Vögel an einem Ort, an dem es Wasser gibt, treffen und gemeinsam trinken.

Freundschaft ist ein wichtiges Bindeglied in einer Gesellschaft. Mit Freunden etwas zu besprechen oder gemeinsam etwas zu unternehmen, bereichert das eigene Leben ungemein.
Zum heutigen Tag der Freundschaft wünsche ich allen Freunden dieser Welt alles Gute und dir, mein kleiner Freund, speziell viel Sonnenschein in deinem Herzen.

Don José



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10.05.2008

Eine Rose zum Muttertag






Eintrag: #028


Diese Rose möchte ich allen Müttern der Welt schenken. Vor langer Zeit habe ich einmal eine ähnliche Rose geschmiedet und sie meiner Mutter geschenkt. Ich weiß noch genau, wie sehr sie sich gefreut hat. Deshalb glaube ich: Wenn ich euch jetzt symbolisch dieses Bild einer von mir geschmiedeten Rose überreiche, werden sich eure Mütter auf der ganzen Welt ebenfalls freuen.  

Herzlichen Glückwunsch an alle Mütter dieser Welt – und an meine Mutter werde ich morgen ganz besonders innig denken. Niemals werde ich dich vergessen.  

¡Feliz día de la Madre a todas las madres del mundo! 

Don José

 





Titel Eine Rose zum Muttertag
Autor Josef Bauer
Jahr 1982
land Österreich

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